
Excursion to the medina
Heute wollte ich unbedingt mal aus der Wohnung in Marrakesch raus und in die Medina, in die Altstadt fahren.
Mit dem Taxi. Und auch so wieder zurückfahren. Ein lieber junger Freund hier bot sich an mich zu begleiten.
Ich kenne ihn seit Mai von einem gemeinsamen Road-trip durch Marokko.
Er spricht kein Wort Englisch. Kein Wort Französisch. Wir unterhalten uns mit Gesten.
🙃 Today something went wrong in the communication.
Nach dem Café Besuch in der Medina, wollte ich wieder zurück nach „Hause“. Es war total heiß und überall Baustellen, weil in Marrakesch Tag und Nacht zur Zeit auf den Straßen gearbeitet wird.
Denn es findet das große Jahrestreffen 2023 der Weltbankgruppe und des IWF hier in der Stadt Marrakesch ab dem 7. Oktober statt. Das bedeutet Baustellen überall! Marrakesch möchte sich von seiner besten Seite zeigen.
Da habe ich verständlicherweise nicht so Lust auszugehen!
With gestures I explained to him that after visiting the café, I would like to briefly to the Henkerplatz (Djemelfna) to drink a juice and then drive back with a taxi.
Hahahaa, wonderful!
From this it became: drink juice, yes! That's exactly what I wanted.
Then we ran through the souk. Mhh, I thought after we ran in a circle that he might want to do me a favor. My courtesy did not allow him to make him understand that I don't want to be in the souk under any circumstances !! The sweat ran to me 😥 he kept looking at his cell phone. I assumed that he was looking where our taxi was waiting.
We ran and ran. Through construction sites, stumbling over open streets and I already felt bubbles on my bales. At some point it dawned to me that there was probably a misunderstanding here…. So I stayed brave. He too.
I turned the situation. Ok, Ok, Nora, after having not expanded your radius of the front door and the café, where I was sitting with laptop, this is a training session. And you get to know the new town. In the meantime, he bought water for us. At the latest then I knew that this way will take home ... shortly before the desired front door, I saw some nice cafés. In the green. With fountain. I'll visit them tomorrow.
So you can feel if you are not clearly communicated and too polite. I laugh. We laugh at this evening experience. I ask him (someone else translated) whether he will accompany me the next time? He laughs. I have not received an answer. But I know: he will. He is simply a caring person, and incredibly helpful.
A fine -pure for people's needs
Der junge Mann, über den ich hier erzähle, versteht zwar nur arabisch und dennoch versteht er intuitiv, was ich brauche.
Wenn ich z.B. esse, findet er sofort heraus, was mir vom Teller am meisten schmeckt. Und das sortiert er dann aus, um diese Köstlichkeiten auf meinen Teller zu legen. Er scheint meinen Blick zu beobachten. Denn bevor ich überhaupt was äußere, hat er es schon verwirklicht.
Im Generellen beobachte ich das hier, dass der Gast wirklich König, bzw. Königin ist.
Ich war mal eingeladen zu Freunden 2 Tage nach Ramadan. Wir waren 7 Personen.
Noch immer hatten sie den Rhythmus der Nacht in ihrem Tagesablauf. Denn im Ramadan isst man nachts bis Sonnenaufgang. Also fuhr er los und besorgte nach Mitternacht noch was zu essen. Er brachte Fleisch mit Brot und schob es in den Ofen. Vor lauter feiern, hatte er das Fleisch im Ofen vergessen. Als es ihm einfiel, war es 3:00 Uhr und die guten Stücke hatten eine ziemlich dunkle Farbe angenommen. Wir alle lachten. Das ist auch so eine wunderbare Eigenschaft der Marokkaner:
Alles hinzunehmen wie es ist und darüber zu lachen.
Das Essen wird auf einem großen Tablett in der Mitte serviert. In diesem Fall kam das Backblech mit dem halbverkohlten Fleisch in die Mitte. Wie immer gibt es kein Besteck. Das Brot ist das Besteck. Mir wurden die besten, unverkohlten Stücke auf meine Seite hingeschoben. Das war mir erst etwas peinlich.
Dann habe ich aber verstanden, dass das normal für sie ist.
Teilen ist normal.
Dem anderen das beste Stück zu geben, ist normal.
In einer Kultur, die in der Gemeinschaft und im Zusammenhalt aufeinander angewiesen ist, ist das gegenseitige Helfen, lebensnotwendig.
Es gibt einiges, was wir in unserer individualisierten Gesellschaftsstruktur hier in Marokko lernen dürfen.
Denn in unserer Gesellschaft steht die Selbstverwirklichung, persönliche Freiheit und Autonomie im Vordergrund. Hinter diesen Werten stehe ich. Doch meine Reisen hierher lasen mich auch diese Form hinterfragen, da sie oft auch Isolation verstärken kann.
Dieses Land bewegt mich, weil es mir genau dies und noch so viel anderes aufzeigt.
Nicht alles ist fantastisch hier! Ganz bestimmt nicht! Es ist mir wichtig über alle Seiten zu erzählen. Die guten und die weniger guten, die glorreichen und die grausamen. Wie immer, gibt es überall alles. Und ich erzähle meine Geschichten von Begegnungen, Erfahrungen und meiner Perspektive.
Jede Reise ist eine Erfahrung. Doch jede Reise prägt einen und jede Reise wird in uns Spuren hinterlassen.
Wir erfahren, dass nicht alles so ist wie es scheint. Aus Unwisenheit bilden sich schnell Vorurteile.
Mein Vergnügen ist es, diese abzubauen
und deshalb schreibe ich über meine Erlebnisse in diesem, mich so tief bewegenden Land.




















0 comments